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28.03.2020

28. März 2020


Schule im Pyjama

Auch uns hat die Coronakrise voll getroffen. Die Schule im Dialog ist natürlich momentan geschlossen. Für Kinder, deren Eltern aus beruflichen Gründen eine Betreuung in der Schule in Anspruch nehmen müssen, gibt es, wie auch in öffentlichen Schulen, einen Journaldienst. Den übernimmt Marianne. Irene und Mari müssen sich zu Hause um ihre Kinder kümmern.

Ich selbst sitze seit Mittwoch, dem 18.3.2020, täglich von 08:30 Uhr bis 14:00 Uhr, bei mir zu Hause am Laptop und unterrichte mit dem Online-Konferenz-System „zoom“ unsere Schulkinder über das Internet. Dazu haben wir die Schülerinnen und Schüler in Kleinstgruppen von drei bis sechs Kindern eingeteilt. Es gibt einen Stundenplan, Hausübungen, wir schreiben Ansagen und Aufsätze, wir bereiten Referate vor, wir rechnen und wir lernen Neues. Letzte Woche u.a. das Lösen von Gleichungssystemen, wie man eine Bildergeschichte schreibt, Umfang- und Flächeninhaltsberechnungen von Rechteck und Quadrat, was Funktionen sind, mit deren grafischer Darstellung wir ja in diesen Zeiten bei den Nachrichten täglich konfrontiert sind.

Den Kindern gefällt dieser Onlineunterricht in M, D und E sehr gut. Er bringt doch etwas Normalität in ihren auf den Kopf gestellten Alltag und sie sind auf diese Weise mit ihren Klassenkolleginnen und Klassenkollegen verbunden.

Die Eltern schätzen dieses Engagement auch sehr. Es hilft den Familien, in diesen turbulenten Zeiten eine gewisse Tagesstruktur einzuhalten. Dass Schule auch im Pyjama stattfinden kann, genießen manche sehr.

Außerdem haben wir unseren Schulkindern auch Materialien und Anleitungen für vier Osterbastelarbeiten mitgegeben, die auch sehr gerne angenommen worden sind. Einen ganzen Tag brauchen mein Team und ich, um dafür und für die Lernunterlagen alles vorzubereiten. Schon einen Tag nachdem sich die Eltern alles abgeholt haben, präsentieren die ersten Kinder einander über WhatsApp stolz die fertigen Arbeiten.

Wöchentlich halten wir nun auch virtuelle Elternabende ab. Dieser Austausch ist jetzt besonders wichtig. Wir brauchen ein Feedback für die auch für uns neue Art des Unterrichts – ich unterrichte D und M, Gundula hat den E-Unterricht übernommen -, und die Eltern können sich dabei auch austauschen und gemeinsam zum Durchhalten motivieren.

Auf Anregung einer Mutter bei einem dieser Online-Elternabende, bieten wir den Kindern nun auch täglich am Nachmittag über zoom die „virtuelle Schulpause“ an. Für zwei Stunden haben sie die Möglichkeit einfach nur so miteinander zu plaudern. Da geht es dann zu wie in einem Bienenstock. Diese Online-Treffen sind für die Kinder wirklich wichtig, denn sie vermissen einander teilweise jetzt schon sehr.

Es ist klar, dass dies alles keinen normalen Schulalltag ersetzen kann. Doch gemeinsam machen wir das Beste aus dieser für uns alle sehr anstrengenden Situation. Und irgendwann wird auch wieder Normalität einkehren.

Durchhalten, g'sund bleiben!

Bis zum nächsten Mal!